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Presse-Artikel und Radio Gespräche

Presse-Artikel

Artikel zum Thema Single - Leben als Paar. Ein Gespräch mit Thomas Feldmann erschienen am 14. April 2008 im Montagsmagazin der Neuen Luzerner Zeitung:
Allein-Unterhalter. Singles sind jung. Singles sind schön. Singles sind erfolgreich und frei. Singles sind allein. Wer will schon Single sein? von Lukas Bachmann >> PDF 

Artikel zum Thema Junge Paare in der Paarberatung. Ein Gespräch u.a. mit Uta Feldmann erschienen am 13. Feb. 2009 in 20Minuten:
Beziehungs-Check: Junge Verliebte in Paarberatung von Vanesse Naef >> PDF 

Bericht über ein Familienstellen-Seminar von Thomas und Uta Feldmann erschienen in der Neuen Luzerner Zeitung:
Verborgene Gefühle. Tränen, Wut und Trauer: Die therapeutische Methode des Familienstellens boomt. Was geschieht da wirklich? von Robert Bossart >> PDF 



Radio Gespräche

Gespräch mit Thomas Feldmann zum Thema Fasnacht und Liebe - Fremdgehen während der Fasnacht. Interview mit Rahel Giger, Radio Pilatus, Februar 2008
>> Fasnacht und Liebe (MP3-Datei)

Gespräch mit Thomas Feldmann zum Thema Verlieben in den Ferien - und dann?. Interview mit Sylvia Michel, Radio Top, August 2008
>>Ferienliebe Teil 1 (MP3-Datei) 
>>Ferienliebe Teil 2 (MP3-Datei)

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Artikel


Frieden, was heißt das? -
von Bert Hellinger

Eröffnungsvortrag auf dem Kongress "Leidenschaft und Verantwortung" in Würzburg (30. April - 03. Mai 2003)

Die wichtigsten angesprochenen Themen
· Friede beginnt in der eigenen Seele
· Friede setzt sich fort in der Familie
· Wie Frieden in anderen Bereichen stiften?
· Friede vermeidet Konflikte nicht
· Friede ist nie vollendet
· Den Frieden bedrohen vor allem Gruppen
· Frieden zwischen Völkern
· Versöhnung zwischen den Religionen

Frieden heißt:
das, was sich vorher entgegenstand, findet zusammen;
das, was sich vorher ausschloss, erkennt sich gegenseitig an;
das, was sich vorher bekämpfte, verletzte, bekriegte und sich
sogar vielleicht vernichten wollte, betrauert gemeinsam die
Opfer beider Seiten und das Leid, das sie einander zugefügt
haben.

Was bewirkt der Friede?
Jene, die sich über die anderen erhoben haben und sie für minder oder feindlich erachteten, erkennen andere als gleichberechtigt an. Sie bestätigen sich gegenseitig das, was sie an Besonderem haben, nehmen voneinander und geben einander.

Der Frieden zwischen ihnen erweitert ihre persönlichen Grenzen, erlaubt ihnen innerhalb dieser Grenzen die Vielfalt und das jeweils Eigene, und er erlaubt gemeinsames Handeln.

Dieser Friede beginnt in der eigenen Seele. Was wir zuvor in uns selbst verworfen, verdrängt und bedauert haben, das darf nun gleichberechtigt seinen Platz einnehmen neben dem, was wir schon vorher bejaht haben. Es wird in seiner Bedeutung, in seinen Folgen und in dem, was es zu unserem Wachstum beigetragen hat, anerkannt und sogar geliebt.

Dies verlangt von uns, dass wir Abschied nehmen vom Ideal der Unschuld, die weder fordert noch zumutet, die lieber leidet statt handelt, die lieber Kind bleibt statt zu wachsen.

Dieser Friede setzt sich fort in der Familie
Viele Familien wollen unschuldig bleiben, sind zum Beispiel vor allem auf ihr Ansehen bedacht, und verheimlichen, verdrängen und beseitigen sogar, was ihr Ideal von Unschuld gefährdet. So werden sie schuldig, um unschuldig zu bleiben. Sie stoßen einzelne Mitglieder aus, schämen sich ihrer und verdrängen das Andenken an sie, weil ihnen ihr schweres Schicksal Angst macht und die Erinnerung an sie schmerzt. Damit verkümmert diese Familie und kapselt sich ab.

Frieden in den Familien ist nicht das Einfache, nicht das Bequeme. Wer hier Frieden will und dem Frieden dient, stellt sich auch dem Schweren, dem Schmerzlichen, der Schuld. Er gibt allen Familienmitgliedern in seiner Seele einen Platz, auch wenn sie anders sind, als andere es wünschen oder wahrhaben wollen. Er stellt sich der Herausforderung und auch der Auseinandersetzung, die am Ende dazu führt, die anderen und das andere als gleichberechtigt anzuerkennen und zu lieben.

Wie können wir Frieden darüber hinaus auch in anderen Bereichen stiften?
Zuerst vielleicht nur im kleineren Kreis, zum Beispiel zwischen Nachbarn oder am Arbeitsplatz, und später auch dort, wo wir größere Verantwortung tragen, zum Beispiel in einer Organisation oder in der Politik.

Frieden bringen können wir hier nur, wenn wir die Würde aller Beteiligten achten und das Besondere an ihnen; das, was sie sind und leisten und was sie zum Ganzen beigetragen haben. Dies verlangt auch, dass wir ihre Schuld achten und sie nicht aus der Verantwortung für die Folgen ihrer Schuld entlassen - denn auch das gehört zu ihrer Würde.

Der Friede vermeidet die Konflikte nicht
Denn im Konflikt zeigen die Beteiligten, was ihnen wichtig ist und wo sie sich bedroht erfahren. Im Konflikt bringen sie ihr Eigenes so lange zur Geltung, bis sie zugeben müssen, wo und inwieweit ihnen durch die anderen Grenzen gesetzt sind. Erst dann sind Ausgleich und Austausch zwischen ihnen möglich. Dies lässt jeden am Besonderen der anderen wachsen und reicher werden. In diesem Sinne ist der Konflikt eine Voraussetzung für den Frieden und bereitet ihn vor.

Der Friede ist nie vollendet
Der ewige Friede, wie er von vielen erträumt wird, wäre Stillstand. Dennoch bringt der Friede etwas zum Abschluss: Was vorher die Kräfte im Konflikt erschöpft hat, tritt nun befriedet zurück. Wir müssen dem Konflikt aber auch erlauben zurückzutreten, sonst wird er, nachdem er gelöst ist, wieder belebt. Und was belebt den Konflikt von neuem? Die Erinnerung! Daher muss, was vorbei ist, auch vorbei sein dürfen.

Den Frieden bedrohen vor allem die Gruppen
Wenn wir dem anderen nicht mehr von Mensch zu Mensch begegnen, wenn wir uns vorwiegend als Teil unserer Gruppe und den anderen nur als Teil seiner Gruppe wahrnehmen, werden wir blind für die Einzelnen. Als Teil einer Gruppe werden wir leicht von uns selbst entfremdet - gleichsam besinnungslos, und lösen uns auf ins Kollektive.

Die Frage ist nun: Wie kann man zwischen den Gruppen Frieden stiften? Denn gegen die kollektiven Kräfte sind die Einzelnen weitgehend machtlos, auch wenn sie selbst besonnen bleiben. Was bleibt ihnen dann als Möglichkeit? Sie müssen warten auf die rechte Zeit, bis sich das Zerstörerische erschöpft hat. Doch sie können dem Frieden bereits im engeren, kleineren Kreis die Wege bereiten. Das verlangt von ihnen in der Zwischenzeit, dass sie den Konflikt aushalten, ja ihm sogar als unausweichlich zustimmen.

In einem neuen Buch (Der Friede beginnt in den Seelen) dokumentiere ich an Beispielen aus den beiden letzten Jahren, was den Frieden in den Seelen vorbereitet. Dabei geht es einmal um den Frieden zwischen Völkern: zum Beispiel den Griechen und den Deutschen im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg, den Frieden zwischen den Armeniern und den Türken nach der Verfolgung, den Frieden zwischen Russland und Deutschland, zwischen Japan und den U.S.A sowie zwischen Israel und seinen Nachbarn.

Es geht in diesem Buch aber auch um die Versöhnung zwischen den Religionen, zum Beispiel zwischen Christentum und Islam, um die Versöhnung zwischen den Eroberern und den Unterworfenen in Südamerika, die Versöhnung im Bürgerkrieg von Kolumbien und die Versöhnung zwischen Herren und Sklaven in Brasilien und den USA.

Oft liegen diese Konflikte weit zurück, wirken aber in den Seelen der Nachkommen noch nach. Mit Hilfe des Familien-Stellens gelingt es über Stellvertreter, die ursprünglich Beteiligten einander gegenüberzustellen. Dann schauen sie sich vielleicht zum ersten Mal in die Augen, sehen sich als Menschen, die einander gleich sind, mit gleichem Recht und gleicher Würde, begreifen, was sie anderen angetan und was diese durch sie erlitten haben, beginnen gemeinsam um das Verlorene zu trauern, versöhnen sich und finden Frieden.

Erst dann können sich auch ihre Nachkommen miteinander versöhnen, können den Opfern die Ehre geben und machen im Andenken an sie früheres Unrecht wieder gut, soweit dies noch gutgemacht werden kann. Dann können sie das Vergangene endlich hinter sich lassen und aufbauend in der Gegenwart handeln.

Beim Familien-Stellen beginnt das Werk der Versöhnung in der einzelnen Seele und in der Familie
Wenn dort die Versöhnung gelingt, breitet sie sich auch auf größere Gruppen aus. Daher bleiben wir beim Familien-Stellen bescheiden und sind uns unserer Grenzen bewusst. Der tiefe und bleibende Friede entzieht sich der Absicht. Wo er gelingt, erfahren wir ihn als geschenkt.

Literaturhinweis: Bert Hellinger, Der Friede beginnt in den Seelen, Carl-Auer-Verlag, 2002

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Büchertipps

Lesenswertes zur systemischen Aufstellungsarbeit

Baxa Guni Leila, Essen Christine, Kreszmeier Astrid Habiba (Hrsg.), Verkörperungen. Systemische Aufstellung, Körperarbeit und Ritual, 2002

De Philipp Wilfried (Hrsg.), Systemaufstellungen im Einzelsetting, 2006

Dykstra Ingrid, Wenn Kinder Schicksal tragen. Kindliches Verhalten aus systemischer Sicht verstehen, 2002

Erb Kristine, Die Ordnungen des Erfolgs. führung in die Organisationsaufstellung, 2001

Franke-Gricksch Marianne, "Du gehörst zu uns!". Systemische Einblicke und Lösungen für Lehrer, Schüler und Eltern, 2002

Franke Ursula, Wenn ich die Augen schliesse, kann ich dich sehen. Familien-Stellen in der Einzeltherapie und - beratung, 2002

Gomez Pedra Sylvia (Hrsg.), Kindliche Not und kindliche Liebe. Familienstellen und systemische Lösungen in Schule und Familie, 2002

Hellinger Bert/ Hövel Ten Gabrielle, Ein langer Weg. Gespräche über Schicksal, Versöhnung und Glück, 2005

Hellinger Bert/Hövel ten Gabriele, Anerkennen was ist, 2002

Holitzka Marlies, Systemische Organisationsaufstellungen für Konfliktlösungen in Unternehmen und Beruf, 2000

Knorr Michael (Hrsg.) Aufstellungsarbeit in sozialen und pädagogischen Berufsfeldern. Die andere Art des Helfens, 2004

Mahr Albrecht (Hrsg.), Konfliktfelder - Wissende Felder. Systemaufstellungen in der Friedens- und Versöhnungsarbeit, 2003

Nelles Wilfried (Hrsg.), Der baum trägt reiche Frucht. Dimensionen und Weiterentwicklungen des Familienstellens, 2006

Nelles Wilfried, Die Hellinger-Kontroverse, 2005

Nelles Wilfried, Das Hellinger-Prinzip. Informationen und Klärungen, 2003

Nelles Wilfried, Liebe, die löst. Einsichten aus dem Familienstellen, 2002

Neuhauser Johannes (Hrsg.), Wie Liebe gelingt. Die Paartherapie Bert Hellingers, 2000

Prekop Jirina/Hellinger Bert, Wenn ihr wüsstet, wie ich euch liebe, 2002

Ruppert Franz, Verwirrte Seelen. Der verborgene Sinn von Psychosen. Grundzüge einer systemischen Psychotraumatologie, 2004

Schäfer Thomas, Was die Seele krank macht und was sie heilt, 2000

Schäfer Thomas, Wenn der Körper Signale gibt. Wege aus der Krankheit durch Systemische Aufstellungen, 2004

Schneider Jakob Robert, Das Familienstellen. Grundlagen und Vorgehensweisen, 2006

Ulsamer Bertold, Ohne Wurzeln keine Flügel, 2000

Weber Gunthard, Schmidt Gunther, Fritz B. Simon, Aufstellungsarbeit revisited, 2005

Weber Gunthard (Hrsg.), Derselbe Wind lässt viele Drachen steigen. Systemische Lösungen im Einklang, 2001

Weber Gunthard (Hrsg.), Zweierlei Glück. Die systemische Psychotherapie Bertt Hellingers, 2001

Weber Gunthard (Hrsg.), Praxis der Organisationsaufstellungen, 2000



Bücher von Bert Hellinger (Auswahl)

Dankbar und gelassen. Im Einklang mit dem Leben, 2006

Ein langer Weg. Gespräche über Schicksal, Versöhnung und Glück, 2005

Wahrheit in Bewegung, 2005

Dankbar und gelassen. Im Einklang mit dem Leben, 2005

Gedanken unterwegs, 2005

Rachel weint um ihre Kinder. Familien-Stellen mit Opfern des Holocaust in Israel, 2004

Gottesgedanken. Ihre Wurzeln und ihre Wirkung, 2004

Gedanken unterwegs, 2003

Ordnungen des Helfens. Ein Schulungsbuch, 2003, (2 Bände)

Liebe und Schicksal. Was Paare aneinander wachsen lässt, 2003

Der Austausch. Fortbildung für Familien-Steller, 2002

Der Friede beginnt in den Seelen, 2002

Die Quelle braucht nicht nach dem Weg zu fragen. Ein Nachlesebuch, 2002

Entlassen werden wir vollendet, 2002

Liebe auf den zweiten Blick, 2002

Die Mitte fühlt sich leicht an. Vorträge und Geschichten, 2001

Mitte und Mass. Kurztherapien, 2001

Wo Ohnmacht Frieden stiftet. Familien-Stellen und Kurztherapien mit Opfern von Trauma, Schicksal und Schuld, 2001

Finden, was wirkt, 2000

Ordnungen der Liebe. Ein Kursbuch von Bert Hellingern, 2000

Religion - Psychotherapie - Seelsorge, 2000

Der Abschied. Nachkommen von Tätern und Opfern stellen ihre Familien, 1998

Finden, was wirkt. Therapeutische Briefe, 1993



Lesenswertes zur systemischen Sichtweise, zur Theorie der "wissenden Felder" und des vernetzten Denkens und Handelns

Bohm David, Der Dialog. Das offene Gespräch am Ende der Diskussionen. Hrsg. v. Lee Nichol, 1998

Bösch Jakob, Spirituelles Heilen und Schulmedizin. Eine Wissenschaft am Neuanfang, 2006

Dahlke Rüdiger/Dahlke Margit/Zahn Volker, Der Weg ins Leben, 2001

Dahlke Rüdiger, Krankheit als Symbol, 2002

Dahlke Rüdiger, Lebenskrisen als Entwicklungschancen, 2002

Dürr H.-P./Oesterreicher M., Wir erleben mehr als wir begreifen. Quantenphysik und Lebensfragen, 2004

Fox Matthew/Sheldrake Rupert, Engel - Die kosmische Intelligenz, 2005

Kampenhout Dann van, Die Heilung kommt von ausserhalb. Schamanismus und Familienstellen, 2001

Laszlo Ervin, Zu Hause im Universum. Die neue Vision der Wirklichkeit, 2005

Laszlo Ervin, Die Neugestaltung der vernetzten Welt Global denken - global handeln, 2004

Laszlo Ervin, Kosmische Kreativität Neue Grundlagen einer einheitlichen Wissenschaft von Materie, Geist und Leben, 1997

Laszlo Ervin, You Can Change the World - Wie kann ich die Welt verändern? Anleitung zum persönlichen Handeln, 2003

Pearsall Paul, Heilung aus dem Herzen (im Moment vergriffen)

Schwartz Gary E.R./Russek Linda G.S. Alles erinnert. Wie zwei Wissenschaftler ein universelles, lebendiges und interaktives Gedächtnis entdecken, 2001

Sheldrake Rupert, Das schöpferische Universum. Die Theorie des morphogenetischen Feldes, 2002

Sheldrake Rupert, Das Gedächtnis der Natur, 2003

Sheldrake Rupert (u.a.), Der wissende Kosmos. Die Entdeckung eines neuen
Weltbildes, 2001

Sheldrake Rupert/McKenna Terence/Abraham Ralph H., Denken am Rande des Undenkbaren. Über Ordnung und Chaos, Physik und Metaphysik, Ego und Weltseele, 2004



Lesenswertes zum Thema Beziehung, Paarbeziehung, Partnerschaft, Paartherapie, Trennung

Brink Otto u.a., Wie die Offenheit die Liebe stärkt. Zwiegespräch und Familienstellen, 2007

Brink Ott, Spielregeln der Partnerschaft, 2001

Fromm Erich, Die Kunst des Liebens, 1956

Gottman John, Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe, 2002

Hellinger Bert, Liebe und Schicksal. Was Paare aneinander wachsen lässt, 2003

Heer Klaus, WonneWorte. Lustvolle Eintführung aus der sexuellen Sprachlosigkeit, 2000

Jellouschek Hans, Liebe auf Dauer. Die Kunst ein Paar zu blieben, 2004

ders., Die Kunst als Paar zu leben, 2005

ders., Die Paartherapie. Eine praktische Orientierungshilfe!, 2005

ders., Wenn Paare älter werden. Die Liebe neu entdecken, 2008

ders., Im Irrgarten der Liebe. Dreiecksbeziehung und andere Paarkonflikte,

ders., Warum hast du mir das angetan? Untreue als Chance, 2002

ders., Wagnis Partnerschaft. Wie Liebe, Familie und Beruf zusammen gehen, 2004

Krähenbühl V./Jellouschek H. u.a., Stieffamilien. Struktur Entwicklung - Therapie, 2001

Largo R.H.,/ Czerinin M., Glückliche Scheidungskinder. Trennungen und wie Kinder damit fertig werden, 2003

Moeller Michael Lukas, Die Wahrheit beginnt zu zweit. Das Paar im Gespräch, 1997

Neuhauser Johannes (Hrsg.), Wie Liebe gelingt. Die Paartherapie Bert Hellingers, 2000

Osho, Liebe beginnt nach den Flitterwochen, 2006

ders., Sieben Himmel. Sieben Höllen. Liebe leben im Alltag, 2003

Schäfer Thomas, Wie aus Leiden wieder Liebe wird. Mann und Frau aus Sicht des Familienstellens, 2007

Schellenbaum Peter, Das Nein in der Liebe. Abgrenzung und Hingabe in der erotischen Beziehung, 1984

Tiedemann von Friederike, Die 13 Stolpersteine der Liebe. ...und wie man ihnen aus dem Weg geht, 2007

Vansteenwegen Alfons, Bevor die Liebe Alltag wird. Anregungen für eine gelungene Partnerschaft, 2007

Welter-Enderlin Rosmarie, Deine Liebe ist nicht meine Liebe. Paarprobleme und Lösungsmodelle aus systemischer Sicht, 1996

dies., Paare - Leidenschaft und lange Weile. Die Kunst des Lebens zu zweit, 2003

Willi Jürg, Was hält Paare zusammen?, 1991

ders., Psychologie der Liebe. Persönliche Entwicklung durch Partnerbeziehungen, 2002



Lesenswertes zum interreligiösen Dialog, zur spirituellen und politischen Bewusstseinsarbeit, zu Friedensentwicklung und Lebenstraining

Brantschen Niklaus, Auf dem Weg des Zen. Als Christ Buddhist, 2003

Castaneda Carlos, Die Lehren des Don Juan, 2000

Castaneda Carlos, Das Wirken der Unendlichkeit, 2000

Dalai Lama, Der Friede beginnt in dir, 1994

Dalai Lama, Das kleine Buch vom rechten Leben, 2000

Dalai Lama, Das Herz aller Religionen ist eins. Die Lehre Jesu aus buddhistischer Sicht, 1997

Dalai Lama, Unsere spirituelle Sehnsucht. Religiöse Erfahrung als Brücke zwischen Buddhisten und Christen, 1999

Dalai Lama, Brücken zur Freiheit. Vorträge zu Naturwissenschaft und Buddhismus, 1995

Dürckheim Karlfried Graf, Vom doppelten Ursprung des Menschen, 2003

Dürckheim Karlfried Graf, Im Silberstrom des Seins, 1996

Dürckheim Karlfried Graf, Hara. Die Erdmitte des Menschen, 2003

Enomiya-Lassalle Hugo M., Leben im neuen Bewusstsein, 1988

Feldmann Thomas/Brenner-Büker Susanne, Voll im Leben. Impulse und Rituale in die Gruppe, 2004

Fox Matthew, Mitfühlen - Mitdenken - Mitfreuen. Compassion. Die neue Verantwortlichkeit des Menschen an der Schwelle zum nächsten Jahrtausend, 1994

Frankl Viktor E./Lapide Pinchas, Gottsuche und Sinnfrage, 2005

Gamma Anna, Lichtheilung als Weg zum Frieden. Meditationen, Übungen und Rituale, 2005

Geisser Marcel, Die Buddhas der Zukunft. Ein authentischer Buddhismus für den Westen - Wege zu unserer Befreiung, 2003

Glassman Bernhard, Zeugnis ablegen. Budddhismus als engagiertes Leben, 2001

Glassmann Bernhard, Das Herz der Vollendung. Unterweisungen eines westlichen Zen-Meisters, 2003

Govinda Lama Anagarika, Der Anfang ist das Ziel. Weisheit für unsere Zeit, 2000

Gyger Pia, Hört die Stimme des Herzens, 2006

Gyger Pia, Mensch verbinde Erde und Himmel. Christliche Elemente einer kosmischen Spiritualität, 1993

Habito Ruben, Barmherzigkeit aus der Stille. Zen und soziales Engagement, 1990

Jäger Willigis, Aufbruch in ein neues Land. Erfahrungen eines spirituellen Lebens, 2003

Jäger Willigis, Die Welle ist das Meer. Mystische Spiritualität, 2002

Jellouschek Hans, Schellenbaum Peter, Wilber Ken u.a., Was heilt uns? Zwischen Spiritualität und Therapie, 2006

Jungk Robert, Projekt Ermutigung. Streitschrift wider die Resignation, 1988

Khema Ayya, Nicht so viel denken, mehr lieben. Budda und Jesus im Dialog, 1998

Krishnamurti Jiddu, Jenseits der Gewalt, 1994

Lengsfeld Peter (Hg.), Mystik - Spiritualität der Zukunft. Erfahrungen des Ewigen, 2005

Oelmann Ingeborg, Baba Blues, 1995

Osho, Liebe beginnt nach den Flitterwochen, 2006

Osho, Nicht bevor du stirbst. Osho spricht über den Weg der Sufis, 1982

Osho, Mut. Lebe wild und gefährlich, 2001

Rhode Rudi, Meis Mona Sabine, Bongartz Ralf, Angriff ist die schlechteste Verteidigung. Der Weg zur kooperativen Konfliktbewältigung, 2003

Rosenberg Marshall B., Konflikte lösen durch gewaltfreie Kommunikation, 2004

Ruh Hans, Leisinger Klaus M., Ethik im Management. Ethik und Erfolg verbünden sich, 2004

Schiwy Günther, Der kosmische Christus, 1990

Schiwy Günther, Ein Gott im Wandel. Teilhard de Chardin und sein Bild der Evolution, 2001

Sölle Dorothee, Mutanfälle. Texte zum Umdenken, 1993

Sölle Dorothee, Mystik und Widerstand. "Du stilles Geschrei". 1997

Thich Nhat Hanh, Vierzehn Tore der Achtsamkeit zu einem spirituellen Engagement in der Welt, 1998

Thich Nhat Hanh, Das Boot ist nicht das Ufer. Gespräche über buddhistisch-christliches Bewusstsein, 2001

Thich Nhat Hanh, Innerer Friede - Äusserer Friede, 1993

Thich Nhat Hanh, Unsere Verabredung mit dem Leben. Buddha Lehre vom Leben im gegenwärtigen Augenblick, 1999

Tulku Tarab XI./Handberg Lene (Hg.), Einheit in der Vielfalt. Moderne Wissenschaft und östliche Weisheit im Dialog, 2005

Thomas Claude AnShin, Krieg beenden Frieden leben. Ein Soldat überwindet Hass und Gewalt, 2003

Walser Christoph/Wild Peter, Men'spirit. Spiritualität für Männer, 2002

Watts Alan W., Kosmologie der Freude. Abenteuer in den Welten des Bewusstseins, 2000

Wilber Ken, Wege zum Selbst. Östliche und westliche Ansätze zu persönlichem Wachstum, 1991

Zink Jörg, Der grosse Bogen. Das Lied von Gott rings um die Erde, 2001

Zink Jörg, Dornen können Rosen tragen. Mystik - Die Zukunft des Christentums, 1997

 

Lesenswertes zu Ritual, Leibarbeit, Tanz und therapeutischer Haltung

Imber-Black Evan, Roberts Janine, Whiting Richard A., Rituale. Rituale in Familien und Familientherapie, 1998

Kraft Hartmut, Über innere Grenzen. Initiation in Schamanismus, Kunst, Religion und Psychoanalyse, 1995

Erickson Milton H., Phoenix, 1981

Natale Frank, Trance Dance. Der Tanz des Lebens - Geschichte, Rituale, Erfahrungen, 1993

Rosenberg Jack Lee, Köper, Selbst & Seele. Ein Weg zur Integration, 1996

Roth Gabrielle, Leben ist Bewegung, 2001



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Gedankenanstösse


therapeÍa (gr.): das Dienen, der Dienst; die Pflege
therápon (gr.): Diener, Gefährte


Komm, fahr mit mir auf den stillen Weiher,
die Ufer im Nebel,
das Wasser spiegelglatt.
Wir sind nur Boote auf diesem Weiher,
und doch sind wir eins mit ihm.

Zarte Wellenschleier breiten sich hinter uns aus,
Wellen bald überall auf dem trüben Wasser,
die Spuren unseres Daseins.

Unsere Wellen wachsen zusammen,
formen ein Muster, spiegeln
deine Bewegung und meine.
Andere Boote, auch die sind wir,
gleiten über den Weiher, mit dem wir eins sind.
Ihre Wellen kreuzen sich mit unseren,
der Weiher erwacht zum Leben,
Welle auf Welle, Kräuseln um Kräuseln,
erinnern unseren Lauf,
die Spuren unseres Daseins.

Die Wellen flüstern zueinander, du zu mir und ich zu dir,
und zusammen zu all den anderen auf diesem Weiher,
mit dem wir eins sind:

Unser Getrenntsein ist Illusion.
Wir sind alle voller Bewegung und Erinnerung.
Unsere Wirklichkeit ist mehr als du und ich,
mehr als alle Boote, die über Wasser fahren,
und mehr als all die Wasser, über die wir fahren.

Ervin Laszlo


Alles Leben dieser Welt ist von lebendiger Energie durchdrungen und getragen. Von der subatomaren bis zur kosmischen Ebene, von den Zellen bis zu den Gedanken - alle dynamischen Systeme haben eine Art Gedächtnis, das heisst, sie können Informationen speichern, sie mit der Zeit anreichern und sich dadurch weiterentwickeln. Auch scheinbar tote Dinge zeigen Resonanz und treten in Interaktion.

Garry E.R. Schwartz, Linda G.S. Russek


Das Licht der Herrlichkeit
scheint in der Nacht.
Wer kann es sehen?
Ein Herz, das Augen hat und wacht.

Angelus Silesius


Denn des Anschauns, siehe,
ist eine Grenze.
Und die geschaute Welt
will in der Liebe gedeihn.

Werk des Gesichts ist getan,
tue nun Herz-Werk
an den Bildern in dir, jenen gefangenen.

Rainer Maria Rilke


Das Leben stellt jedem eine andere, einmalige Aufgabe, und so gibt es auch nicht eine angeborene und vorbestimmte Untauglichkeit zum Leben, sondern es kann der Schwächste und Ärmste an seiner Stelle ein würdiges und echtes Leben führen und andern etwas sein, einfach dadurch, dass er seinen nicht selbstgewählten Platz im Leben und seine besondere Aufgabe annimmt und zu verwirklichen sucht. Das ist echtes Menschentum und strahlt immer etwas Edles und Heilendes aus, auch wenn der Träger dieser Aufgabe in den Augen aller ein armer Teufel ist, mit dem man nicht tauschen möchte.

Hermann Hesse



Die wichtigste Lebensaufgabe des Menschen besteht darin, sich selbst zur Geburt zu verhelfen und das zu werden, was er potentiell ist.

Erich Fromm



Ein erfülltes Leben ist eines, in dem ich mich im Einklang fühle mit der Wirklichkeit, wie sie ist. Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst, nichts darüber. Das bewältigte Leben ist sinnvoll. Nur wenn wir uns ihm nicht stellen, wie es ist, erleben wir es als sinnlos. Der Sinn des Lebens hängt daher weitgehend davon ab, was der Einzelne mit dem, was ihm vorgegeben ist, macht.

Bert Hellinger



Wenn wir die Perspektive eines Menschen verändern, so ist es wichtig, dass dieser Mensch die Gelegenheit erhält, neue Verhaltens- und Begriffsmöglichkeiten zu entdecken, die nützlicher, angemessener und zufriedenstellender sind.

Milton H. Erickson



Krise ist ein produktiver Zustand.
Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.

Max Frisch



Wenn Ameisen sich einigen,
können sie Elefanten transportieren..

Aus Burkino Faso



Für mich gibt es nur das Gehen auf Wegen, die Herz haben, auf jedem Weg gehe ich, der vielleicht ein Weg ist, der Herz hat. Dort gehe ich, und die einzige lohnende Herausforderung ist, seine ganze Länge zu gehen.

Don Juan



Liebe ist die stärkste Kraft, die der Welt eigen ist, und doch die Bescheidenste, die man sich vorstellen kann.

Mahatma Gandhi



Mut bedeutet nicht, frei sein von Angst,
sondern vielmehr, sich im vollen Bewusstsein
seiner Ängste mit ihnen zu konfrontieren.
Mut ist die Bereitschaft, der fundamentalen Unsicherheit des Lebens zu begegnen und sie als das grundlegende Mysterium unserer Existenz zu achten.

OSHO



Wolle die Wandlung! ...
Denn da ist keine Stelle,
die Dich nicht sieht:
Du musst dein Leben ändern..

Rainer Maria Rilke



"Nur wer in eigener Erfahrung um den himmlischen Ursprung des Menschen weiss und dieses Wissen im anderen zu bestätigen oder zu wecken und zur Antriebskraft zu einem neuen Leben zu machen vermag" kann Menschen Wegbegleiter sein. Dürckheim macht weiter darauf aufmerksam, dass ein Berater, "der selbst... von einem 'transzendenten' Kern nichts weiss, nichts wissen kann oder auch von ihm als einer Realität nichts wissen will und die Äusserung dieses Kerns als Projektionen, als Illusionen und Wunschgebilde eines weltflüchtigen Ichs interpretieren wird. Damit wird viel Unheil angerichtet.... In der therapeutischen Situation gewinnt im Patienten das an Gewicht, was der Therapeut sowohl theoretisch wie existentiell für sich selbst ernst nimmt... Das zeigt das Mass der Verantwortung, das wir denen gegenüber tragen, die sich uns anvertrauen." Nach Dürckheim sind wir Menschen dem Paradies entwachsen und sehnen uns danach, "heimzufinden..., auf dass in neuer Ganzheitsfindung der Kreis sich wieder schliesse. Rechte Weghilfe bedeutet also Hinführung und Wiederverwurzelung des Menschen in seinen Wesensgrund und Bewusstmachung und Ausbildung des gösseren Subjektes in ihm..."

Karlfried Graf Dürckheim



Je mehr man sich der Lebensmitte nähert und je mehr es einem gelungen ist, sich in seiner persönlichen Einstellung und sozialen Lage zu festigen, desto mehr will es einem scheinen, dass man den richtigen Lauf des Lebens und die richtigen Ideale und Prinzipien des Verhaltens entdeckt habe. Darum setzt man dann ihre ewige Gültigkeit voraus und macht sich eine Tugend daraus, an ihnen auf immer hängenzubleiben. Man übersieht dabei die eine wesentliche Tatsache, dass die Errichtung des sozialen Zieles auf Kosten der Totalität der Persönlichkeit erfolgt. Vieles, allzu vieles: Leben, das auch hätte gelebt werden können, bleibt vielleicht in den Rumpelkammern verstaubter Erinnerung liegen. Manchmal sind es auch glühende Kohlen unter grauer Asche.

Carl Gustav Jung


Der Schauende

Ich sehe den Bäumen die Stürme an,
die aus laugewordnen Tagen
an meine ängstlichen Fenster schlagen,
und höre die fernen Dinge sagen,
die ich nicht ohne Freud ertragen,
nicht ohne Schwester lieben kann.

Da geht der Sturm, ein Umgestalter,
geht durch den Wald und durch die Zeit,
und alles ist wie ohne Alter:
die Landschaft, wie ein Vers im Psalter,
ist Ernst und Wucht und Ewigkeit.

Wie ist das klein, womit wir ringen,
was mit uns ringt, wie ist das gross;
liessen wir, ähnlicher den Dingen,
uns so vom grossen Sturm bezwingen,-
wir würden weit und namenlos.

Was wir besiegen, ist das Kleine,
und der Erfolg selbst macht uns klein.
Das Ewige und Ungemeine
will nicht von uns gebogen sein.
Das ist der Engel, der den Ringern
des Alten Testaments erschien:
wenn seiner Widersacher Sehnen
im Kampfe sich metallen dehnen,
fühlt er sie unter seinen Fingern
wie Saiten tiefer Melodien.

Wen dieser Engel überwand,
welcher so oft auf Kampf verzichtet,
der geht gerecht und aufgerichtet
und gross aus jener harten Hand,
die sich, wie formend, an ihn schmiegte.
Die Siege laden ihn nicht ein.
Sein Wachstum ist: der Tiefbesiegte von immer Grösserem zu sein.

Rainer Maria Rilke



Der Pilger darf nur behalten, was er bereit ist loszulassen. Mit der offenen Hand kann man das kühle, strömende Wasser aus dem Fluss schöpfen. Mit der geschlossenen Faust gelingt es nicht, wie gross der Durst auch sein mag, der dieses verzweifelte Zugreifen bewirkt.

Sheldon B. Kopp



Dschau-dschou fragte seine Lehrer Nan-tjüan: "Was ist der wahre Weg?"
Nan-tjüan erwiderte: "Der alltägliche Weg ist der wahre Weg."
Wiederum fragte Dschau-dschou: "Kann man den Weg erlernen?"
Nan-tjüan sprach: Je mehr du lernst, desto weiter kommst du vom Weg ab."
Darauf fragte Dschau-dschou: "Wenn man dem Weg nicht durch Lernen näher kommen kann, wie kann man ihn erkennen?"
Nan-tjüan sprach: "Der Weg ist kein sichtbares Ding, er ist auch kein unsichtbares Ding. Er ist nichts Erkennbares und nichts Unerkennbares. Suche nicht, lerne nicht, nenne ihn nicht! Sei weit offen wie der Himmel; und du bist auf dem Weg!"

(überliefert)



Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind. Unsere tiefste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht. Wir fragen uns, wer bin ich, mich brillant, grossartig, talentiert, phantastisch zu nennen? Aber wer bist du, dich nicht so zu nennen? Du bist ein Kind Gottes. Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt. Es ist nichts Erleuchtendes daran, sich so klein zu machen, dass andere um dich herum sich nicht unsicher fühlen. Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es Kinder tun. Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen. Und wenn wir unser eigenes Licht erscheinen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir von unserer Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.

Nelson Mandela


Der Panther
Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehen der
Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein grosser Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.

Rainer Maria Rilke

 


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